Pulsgurt WAHOO TICKR

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Jedes neuere Smartphone ist heute in der Lage, einen Bluetooth-Pulsgurt anzubinden. Viele andere Fitnessgeräte bzw. Trainingscomputer unterstützen aber nur den Fitness-Standard ANT+. Einen neuen Weg geht da der Hersteller WAHOO mit seinem TICKR.
Dieser Gurt unterstützt sowohl Bluetooth 4.0 (Bluetooth Smart) als auch ANT+.

Da der Gurt in meinem Fall sowohl beim Biken, als auch bei anderen sportlichen Aktivitäten und beim Wandern zum Einsatz kommt, hat sich dieser Hybrid natürlich angeboten.

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Sigma ROX 10.0 GPS

Sigma Rox 10.0
Sigma Rox 10.0

Sigma Rox 10.0 GPS

Wenn auch das iPhone als Fahrradcomputer bisher das Mittel meiner Wahl war, trägt es doch den Nachteil eines unwahrscheinlichen Stromverbrauchs mit sich. Eine länger Tour ohne Zusatzakku ist nahezu unmöglich. Als dann noch die Ersatzbeschaffung des iPhones anstand und damit das bisherige Gehäuse mit dem ANT-Sensor nicht mehr passte, wurde es Zeit die Alternativen abzuwägen. Hätte ich weiterhin auf die iPhone-Lösung setzen wollen, wären ein neues Schutzgehäuse, die neueren Bluetooth 4.0 – Sensoren sowie ein Pulsgurt mit der gleichen Technologie notwendig gewesen. Die weitere Suche im Internet führte mich zu diversen GPS-Fahrradcomputern von Garmin, die jedoch preislich und vom Leistungsumfang nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Letztendlich landete ich auf der SIGMA-Seite, wo der ROX 10.0 angeboten wurde.

Hardware
Der entscheidende Vorteil dieses Gerätes bestand darin, dass ich meine ANT+ – Sensoren weiterhin nutzen kann. Der ROX 10.0 wird in zwei verschiedenen Paketen angeboten. Einmal ohne, einmal mit Sensoren. Im Lieferumfang des „kleinen Pakets“ befindet sich neben dem Fahrradcomputer selbst noch eine CD mit dem DataCenter, eine Kurzanleitung, ein USB-Kabel sowie die passende Lenkerhalterung. Letztere wurde durch SIGMA überarbeitet und wer noch die alte (schwarze) Halterung in seinem Paket hatte, kann die überarbeitete Fassung kostenlos bei SIGMA anfordern. Nachdem ich bei der ersten Halterung noch nicht ganz sicher war, ob diese meine Neuerwerbung auch bei härteren Trails nicht verliert, fasst die neue das Gerät jedoch so fest, dass da keine Zweifel mehr bestehen.
Wer sich über das Monochrome Display wundert, sollte sich ins Gedächtnis rufen, dass eine gewisse Akkustandzeit bei permanenter Anzeige der wichtigsten Daten, sowie einer permanenten GPS-Abtastung erreicht werden soll. Über diese kann ich mich nicht beschweren. Nach einer 3h – Tour war der Akku noch immer zu 80% gefüllt. Beim Anschließen zur Auswertung wird er auch automatisch wieder aufgeladen. Um auch im dunklen die Daten sauber ablesen zu können, verfügt der ROX 10.0 über eine Hintergrundbeleuchtung.
Der Anschluss zur Synchronisation und zum Aufladen des Akkus erfolgt über das beiliegende Micro-USB-Kabel

Konfiguration
Der entscheidende Vorteil dieses Gerätes bestand darin, dass ich meine ANT+ – Sensoren weiterhin nutzen kann. Nach kurzem Studium der Bedienungsanleitung und Installation des DataCenters kann die Konfiguration beginnen. Dabei werden u.a. Reifengröße, Benutzerdaten erfasst, wie z.B. Gewicht, Größe und Alter Diese Daten werden zur Leistungsberechnung, Kalorienverbrauchsanalyse etc. herangezogen. Die Eingabe der Daten kann entweder über das Datacenter als auch direkt am Gerät erfolgen.
Auch die Anzeigen des Gerätes sind konfigurierbar. So lassen sich in der Trainingsansicht 10 verschiedene Ansichten definieren (z.B. Trainingszeit, Strecke, Pulszonen, Aufstieg, Abstieg……)

DataCenter
Die beiliegende Software, die nach einfacher Installation durch ein online-Update aktualisiert werden kann, erklärt sich nahezu von selbst.
Bevor man mit der ersten Tour startet, kann man diese im integrierten Tourenplaner anlegen oder aus bestehenden GPX-Files importieren. Letztere lassen sich einfach von GPSies beziehen. Eine Verbindung zu deren Datenbank ist bereits im Datencenter integriert.
Wer sich für die Konfiguration des ROX 10.0 per DataCenter entscheidet, hat die Möglichkeit, hier verschiedene Konfigurationen zu hinterlegen. So möchte man evtl. im Rennen andere Daten sehen als beim Training oder bei der Wochenendausfahrt mit der Familie.
Nach dem Training lassen sich der mitgeloggte Track, sowie die erfassten Daten im DataCenter analysieren. Geschwindigkeits-, Höhen-, Puls- und Leistungsdaten lassen sich grafisch in Relation setzen und bewerten. Gerade für die Vertreter der Asphalt-Kurbler dürfte interessant sein, dass eine Verknüpfung zu Strava bereits integriert ist. Auch der Export der gefahrenen Strecke als GPX-Track ist möglich.

Im Betrieb
Der Bildschirm des Trainingsmodus (auf den GPS-Modus, der die geplante und die gefahrene Tour zeigt und das Höhendiagramm werde ich hier nicht weiter eingehen) gliedert sich in drei Bereiche. Groß in der Mitte die aktuelle Geschwindigkeit mit den Informationen, welches Rad gerade verwendet wird (bis zu drei Fahrräder sind verwaltbar) und ob die Aufzeichnung aktiv ist oder nicht. Darunter die oben bereits erwähnten 10 Datenfelder, durch die mit den +/- Tasten navigiert werden kann.
Im oberen Segment werden Puls, aktuelle Höhe, Trittfrequenz und Steigung angezeigt. Höhe und Steigung ermittelt der ROX 10.0 über einen integrierten barometrischen Höhenmesser.
Unmittelbar nach dem ersten Starten des Trainingsmodus blinken Trittfrequenz, Puls und Geschwindigkeit. In dieser Zeit versucht sich das Gerät mit verfügbaren ANT+ – Sensoren in Reichweite zu verbinden. Befindet sich ein aktiver, also angelegter, Pulsgurt in Reichweite, wird dieser sofort erkannt. Bei den Trittfrequenz- / Geschwindigkeitssensoren kann es notwendig sein, diese durch eine kurze Umdrehung der Kurbel / des Rades aufzuwecken. Kann der ROX 10.0 sich nicht mit einem Radsensor koppeln, erfolgt die Geschwindigkeitsermittlung aus den GPS-Daten.

Wurde vor Beginn der Fahrt eine Route geladen, informiert der ROX darüber, wenn diese verlassen, bzw. wieder aufgenommen wurde.
Ein in vielen Foren heftig diskutiertes Feature ist die Leistungsermittlung aus Fahrerdaten, Tritt-/Pulsfrequenz und Geschwindigkeit. Natürlich sind diese Daten nur errechnet und damit um ein vielfaches ungenauer als die Daten eines professionellen Leistungsmesssystems. Allerdings gibt es auch dem Hobbysportler die Möglichkeit, grob seine Leistung und deren Entwicklung zu beobachten.

Fazit
Der ROX 10.0 bewegt sich in dem bisher leeren Raum zwischen den „normalen“ Fahrradtachos und den teuren Fahrrad-Navis. Natürlich kann er nicht navigieren, sondern lediglich einen vorgegebenen Track darstellen, aber er deckt alle Funktionen ab, die sich jemand an einem Fahrradcomputer nur wünschen kann.
Ein Allround-Talent mit tiefgreifenden Analysemöglichkeiten für den Sportler. Für Rennradler ebenso geeignet wie für den Mountainbiker.

(Bild: SIGMA-ELEKTRO GmbH)

SebaMed Bikeday 2013

Startnummer
Umwerfer nach BikeDay

Trotz medizinischer Schlammpackung hat mich mein X7-Umwerfer nicht im Stich gelassen.

Startnummer BikeDay

Die Startnummern waren so verdreckt, dass sie auf einigen Fotos nicht lesbar sind.

Pünktlich einige Tage vor dem diesjährigen SebaMed Bikeday hat es sich recht ergiebig eingeregnet.
Glücklicherweise blieb es zumindest während des Rennens halbwegs trocken…. von oben…

Der Regen hatte die Strecke ziemlich aufgeweicht und einige Abfahrten in glitschige Rutschbahnen verwandelt. Als wäre dies nicht Sabotage genug hatten einige besonders helle Mitbürger des Nachts Streckenmarkierungen sabotiert und entfernt.

Trotz allem wurde der diesjährige Bikeday wieder zu einem tollen Erlebnis.

Auf Wunsch des Veranstalters werde ich allerdings nicht den Track hier veröffentlichen. Die Strecke wird ausschließlich für das Rennen freigegeben. Aus Naturschutz-Gründen soll in der übrigen Zeit von deren Nutzung Abstand genommen werden.

Evtl. füge ich noch das Höhenprofil der 40km – Strecke hinzu.

Mehr dazu hier: http://sebamed-bike-day.de/

Elektronik am Bike

Wahoo Bike-Pack

Alle, die schon ein wenig mit mir zu tun hatten, kennen meinen Hang zur Technik. Da ich beim Wiedereinstieg in den Mountainbikesport festgestellt habe, dass ich ne neue Pulsuhr und nen neuen Bike Computer benötige, habe ich mich am Markt umgesehen. Dabei bin ich über eine Lösung für mein Smartphone gestolpert. Da ich ja bereits die Karte bzw. das Navi auf’s Handy packen wollte, war dies natürlich etwas, das mich deutlich interessierte.
Mehr zufällig steß ich auf die Lösung von WAHOO .

Wahoo Bike-Pack

Wahoo Bike-Pack

Das Case beinhaltet einen ANT+ – Dongle. Dan diesem kann das Smartphone Kontakt zu Pulsgurten, Radsensoren, Schrittsensoren etc. herstellen.

Diese gibt es im Set mit dem Case bei diversen online-Händlern zu kaufen. Mittlerweile gibt es schon Angebote die den Radsensor und das Case als Set für unter 100€ anbieten.

Wahoo - BikeCase

Wahoo – BikeCase

Das Case selbst schützt das Telefon besser als manch anderes Produkt. Wie das Bild rechts zeigt liegt eine Silikonhülle innerhalb eines Hardcases. Die vordere Gehäusehälfte schließt dicht mit der passgenauen Gummiwanne ab. Die einzige Öffnung ist der Kopfhöreranschluss, der mit einem Stöpsel verschlossen ist. Wird ein Kopfhörer eingesteckt, schließt dieser bündig in der Öffnung im Gummi ab. An der Unterseite bietet das Case einen Mini-USB-anschluss. Durch diesen kann ein optional erhältlicher Pufferakku angeschlossen werden. Angesichts des hohen Energieverbrauchs des Smartphones bei eingeschaltetem Display auf voller Helligkeit, eingeschaltetem GPS und Betrieb des ANT+ – Dongles ist es nicht unbedingt die schlechteste Idee, diese Zusatzenergie mit zu nehmen. Etwas preiswerter als der Akku von Wahoo sind da andere USB-Akku’s die es haufenweise in diversen Internetshops (z.B. hier) gibt. Um mir den zusätzlichen Klotz am Lenker zu sparen, habe ich mich für eine solche „Powerbank“ entschieden. Diese teilt sich den Platz in der Tasche unter dem Sattel mit dem Werkzeug. Ein USB-Kabel habe ich dann einfach am Oberrohr zum Lenker verlegt.

Der Radsensor wird gegenüber der Kettenstrebe montiert, ein Magnet an den Speichen, ein Magnet an der Kurbel und schon können sowohl Rad- als auch Kurbelumdrehungen gezählt werden. Mit geeigneten Apps auf dem Smartphone ist damit der Fahrradcomputer perfekt. Zusätzlich ergänzt ein ANT+ – Pulsgurt die gesammelten Daten und lässt eine Trainingsanalyse bzw. Pulskontrolle während der Fahrt zu.

Besitzer eines iPhone4S oder iPhone5 können auch auf die Bluetoothversion des Radsensors und des Pulsgurtes zurückgreifen und damit auf den ANT+ – Dongle verzichten.

Ich rate jedoch dringend davon ab, das Smartphone ohne komplett umschließendes Case am Lenker zu befestigen. Zum einen sind die Wege im Wald nicht unbedingt immer trocken und zum anderen ist je nach Fahrweise ein Sturz nicht ausgeschlossen. Mein Case hat schon zwei heftige Stürze überstanden und ich weiß nicht, wie mein iPhone aussähe, wenn es nicht mit „Helm“ unterwegs gewesen wäre.

Apropos Helm: Dass der Helm beim biken genauso wichtig ist, wie das Fahrrad selbst, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Ein Artikel zu möglichen Apps wird noch folgen. In diesem Sinne: „Kette rechts“ und „Ride on!“